Zusammenfassung
QUIQQER 2.31 ist vor allem ein Datenbank-Release: Die Plattform unterstützt jetzt SQLite und PostgreSQL. Besonders SQLite ist ein großer Schritt. Als eingebettete, dateibasierte Datenbank kommt SQLite ohne separaten Datenbankserver aus und vereinfacht damit lokale Entwicklung, Tests, Demos, portable Setups und schlanke Installationen erheblich. PostgreSQL-Unterstützung eröffnet größeren Projekten zugleich eine weitere etablierte Option für den Produktivbetrieb.
Core, Requirements, Installer und Utils setzen diese Erweiterung gemeinsam um, statt Datenbankunterstützung nur als isolierten Schalter zu behandeln. Ergänzt wird sie durch Verbesserungen bei Redaktion, Installation, Sicherheit, Content-Bausteinen und MCP-Integrationen.
Dieser Bericht basiert auf den verfügbaren Release Notes. Er dient der Orientierung über die Release-Linie, ersetzt aber nicht die Prüfung von Abhängigkeiten, Migrationen und projektspezifischen Anpassungen vor einem Update produktiver Systeme.
Was sich geändert hat
SQLite und PostgreSQL erweitern die Einsatzmöglichkeiten
Mit SQLite erhält QUIQQER eine wirklich leichtgewichtige Datenbankoption. Ein Projekt kann seine Datenbank in einer lokalen Datei führen, ohne dafür einen eigenen Datenbankdienst betreiben zu müssen. Das senkt die Einstiegshürde für Entwicklungsumgebungen sowie kleine oder in sich geschlossene Installationen und macht kurzlebige Testsysteme und portable Projekt-Setups deutlich praktischer.
PostgreSQL-Unterstützung deckt die andere Seite ab: Teams mit etablierter PostgreSQL-Infrastruktur können diese nun auch für QUIQQER-Projekte einsetzen. Core 2.31.1, Requirements 3.3.0, Installer 1.10.3 und Utils 2.6.2 stimmen Datenbanktreiber und injizierte Verbindungen aufeinander ab, sodass beide Datenbankoptionen in den relevanten Plattformschichten unterstützt werden.
Eine praktischere Core-Grundlage
Core 2.31.1 bündelt außerdem mehrere Verbesserungen für die tägliche CMS-Arbeit. Eingabe- und Textfelder können Zeichenzähler anzeigen, der Site-Selector stellt Details übersichtlicher dar und der Media Manager fragt vor dem Ersetzen eines Uploads nach. Beim Aktualisieren von Sprachdaten werden Laufzeitübersetzungen geleert, damit veraltete Bezeichnungen nicht in einer laufenden Sitzung bestehen bleiben.
Ein Installer für Shell-Vervollständigung in der Konsole rundet die Verbesserungen an Core und Einrichtung ab.
Nützlichere Schnittstellen für KI und Automatisierung
AI MCP 1.13.1 verfeinert die Bereitstellung öffentlicher Funktionen. Anonyme öffentliche Provider werden unterstützt, das aktuelle Projekt darf leer sein und öffentliche Skills können eingeschränkten Benutzern über eine ausdrückliche Allowlist zugänglich gemacht werden. Öffentliche Integrationen werden dadurch flexibler, während Zugriffsentscheidungen in der Konfiguration nachvollziehbar bleiben.
Products 2.13.0 ergänzt MCP-Werkzeuge für Kategorien, Produktfelder, Produkte und Varianten sowie eine einheitlichere Behandlung boolescher Feldattribute. Angebundene Werkzeuge können damit einen größeren Teil des Produktmodells bearbeiten, ohne dafür individuelle Integrationslogik vorauszusetzen.
Content-Bearbeitung und Frontend-Verhalten
Bricks 2.34.0 stellt Akkordeons auf native details- und summary-Elemente um und ergänzt eine direkte Bearbeitungsaktion für Bricks in Multi-Layout-Bereichen. Vertikale Sticky-Ausrichtung, Platzhalter in Brick-Einstellungen und aufgeräumtes Frontend-Markup lösen kleinere Punkte, die sich in der täglichen Redaktionsarbeit bemerkbar machen.
Slider 2.7.0 ergänzt eine Ring- oder Balkenanzeige für die Autoplay-Zeit und verhindert abgeschnittene Rahmen bei gebrochenen Breiten. Frontend Users 2.18.0 unterstützt die standardisierte Weiterleitung zum Ändern des Passworts und gleicht seine Typen an aktuelle Core-Verträge an.
Installation, Sicherheit und gepflegte Integrationen
Der Installer registriert Template-Engines jetzt vor der Einrichtung, kann Composer-Downloads über IPv4 wiederholen, bevorzugt über die CLI übergebene Passwörter und verwendet die Datenbanktreiber des Core. Utils ergänzt eine strikte SVG-Bereinigung und verbessert Beschreibungen älterer Site-Einstellungen. Zusammen mit der Datenbankarbeit machen diese Änderungen Einrichtung und Content-Verarbeitung berechenbarer.
Booking 1.4.0 deklariert seine Reservierungsfunktion und richtet die Provider-Verträge an den ERP-4-Schnittstellen aus. Korrekturen für statische Analyse und Coding Standards vervollständigen diese Kompatibilitätsarbeit.
Was das für Projekte bedeutet
- Entwicklung und kleine Installationen erhalten mit SQLite einen einfachen Weg ohne separat betriebenen Datenbankserver.
- Produktionsteams können QUIQQER in etablierte PostgreSQL-Umgebungen integrieren.
- Redaktionen erhalten klarere Bedienelemente, sichereres Ersetzen von Medien und direktere Brick-Bearbeitung.
- Integrationsteams können ausgewählte öffentliche KI-Funktionen freigeben und mehr Produktdaten über MCP verwalten.
- Frontend-Teams erhalten kleinere Verbesserungen bei Zugänglichkeit, Authentifizierung und Darstellung.
Betriebliche Hinweise
Projekte, die SQLite einsetzen möchten, sollten prüfen, ob installierte Treiber, lokale Erweiterungen, Backup-Abläufe und das erwartete Parallelitätsprofil zur geplanten Last passen. PostgreSQL-Installationen sollten ebenfalls Treiber, Verbindungskonfiguration, Migrationen und projektspezifische Abfragen prüfen, bevor Produktivsysteme umgestellt werden. Installationen mit SVG-Uploads sollten bestehende Redaktionsabläufe gegen die strengere Bereinigung testen. Öffentliche AI-MCP-Provider und Skill-Allowlists sollten als Änderungen an der Zugriffskontrolle geprüft werden, auch wenn der Provider selbst anonym erreichbar sein soll.
Ausblick
SQLite- und PostgreSQL-Unterstützung erweitern deutlich, wo und wie QUIQQER eingesetzt werden kann. SQLite macht es erheblich einfacher, die Plattform zu starten, zu testen, zu paketieren und in kompakten Umgebungen zu betreiben; PostgreSQL bindet sie an ein weiteres ausgereiftes Datenbank-Ökosystem an. Die übrigen Verbesserungen an Core, Installer, Content, Sicherheit und MCP machen QUIQQER 2.31 damit zu einem wichtigen Grundlagen-Release statt zu einer gewöhnlichen Sammlung kleiner Wartungsänderungen.

