Release: QUIQQER 2.34

Zusammenfassung

QUIQQER 2.34 stärkt mehrere zentrale Integrationspunkte der Plattform. Core 2.34.0 führt eine REST-API mit klaren Namensräumen ein, ordnet Sprachdaten neu und ergänzt die webservergestützte Dateiauslieferung. Gleichzeitig schafft Sign 1.1.0 eine anbieterunabhängige Grundlage für Dokumentensignaturen; DocuSign 3.0.1 wechselt auf diese gemeinsame API.

Die übrigen Aktualisierungen betreffen konkrete Projektarbeit: verständlichere Garantieinformationen im Commerce, zuverlässigere Popup-Komponenten, verbesserte Kontaktabläufe, Korrekturen bei Produktübersetzungen und kleinere betriebliche Anpassungen. Dieser Bericht basiert auf den verfügbaren Release-Hinweisen und dient zur Orientierung. Für jede Installation bleiben die eingesetzten Module, Integrationen und der eigene Update-Prozess maßgeblich.

Was sich geändert hat

Core-APIs, Lokalisierung und Dateiauslieferung

Core 2.34.0 ergänzt REST-Endpunkte mit eindeutigen Namensräumen. Angebundene Anwendungen und Automatisierungen erhalten damit klarere Schnittstellengrenzen; zugleich sinkt das Risiko von Überschneidungen, wenn Integrationen wachsen. Sprachkataloge werden aufgeteilt und Übersetzungen vervollständigt, wodurch sich Lokalisierungsdaten gezielter pflegen lassen.

Wo die Serverumgebung es unterstützt, kann Core die Auslieferung von Dateien außerdem an den Webserver übergeben. Das kann bei größeren Downloads PHP entlasten und eröffnet Betreibern eine weitere Möglichkeit für eine effiziente Auslieferung. Core-XML-Dokumente verwenden nun ein einheitliches quiqqer-Wurzelelement; Composer-Abhängigkeiten erlauben zudem neuere Versionen außerhalb des öffentlichen Mirrors.

Gemeinsame Grundlage für Dokumentensignaturen

Sign 1.1.0 führt eine anbieterunabhängige Signaturschicht und ein wiederverwendbares Fenster für Dokumentensignaturen ein. Prüfung, manuelle Dokumentaktionen und Einstellungen für Unterzeichnende sind klarer voneinander getrennt. Weitere Anbieter können damit denselben Grundablauf nutzen, statt parallele Konzepte umzusetzen.

DocuSign 3.0.1 bindet sich an diese Sign-API an und entfernt für E-Mail-Signaturen die frühere Document API sowie den Callback-Seitentyp. Bestehende Altdaten in der Datenbank bleiben erhalten. Erforderlich sind jedoch QUIQQER Sign 1.x und mindestens Core 2.25.1 innerhalb der 2.x-Linie; vorhandene DocuSign-Verbindungen müssen nach der Umstellung erneut autorisiert werden.

Commerce-Informationen und redaktionelle Abläufe

Product Guarantees 1.1.0 ergänzt EU-Garantiehinweise und GARAN-Kennzeichnungen sowie globale Vorgaben und Links zu Garantiedokumenten. Hersteller- und EAN-Daten können als Standardwerte dienen; der Editor orientiert sich nun stärker an den üblichen Produktfeldern. Im Frontend erscheinen GARAN-Informationen als kompaktes Badge mit passendem Detail-Popup.

Components 1.6.1 verbessert Brick-Popups durch mobile Modi, automatische Höhe bei unterstützten Fenstern und einen sichtbaren Ladezustand, der doppelte Fenster verhindert. Contact 2.6.0 ergänzt den neuen ContactHub, konfigurierbare Hinweise, Kontextinformationen in Formular-E-Mails und frei wählbare Startansichten; der ältere CtaAction ist als veraltet markiert.

Betriebliche Korrekturen und Integrationsdetails

Cron 2.10.2 enthält Datenbankkorrekturen, korrigiert die Abmessungen des Servicefensters und zeigt die Registrierungs-E-Mail des Cron-Dienstes an. Products 2.14.3 verarbeitet partielle Übersetzungsänderungen anhand der Produkt-ID und liest Kategoriefilter aus Query-Parametern. Invoice 2.13.2 übernimmt die Rechnungsadresse nun aus dem POST-Request.

AI MCP 1.14.2 passt die Protokollbehandlung so an, dass moderne Transportwege die Validierung an der passenden Stelle übernehmen können. Die Änderung ist eng begrenzt, aber relevant für Teams, die QUIQQER mit aktuellen MCP-Clients und externen Automatisierungen verbinden.

Was das für Projekte bedeutet

Integrationsteams erhalten mit der Core-REST-API und dem aktualisierten MCP-Verhalten klarere Grenzen für angebundene Systeme. Für Commerce und Redaktion verbessert das Release den Umgang mit Garantiedaten, Kontaktpunkten, Popup-Komponenten und übersetzten Produktdaten. Die Signaturänderungen sind betrieblich am folgenreichsten: Sie schaffen eine gemeinsame langfristige Architektur, verlangen aber eine ausdrücklich geplante Migration.

Betriebliche Hinweise

  • Eigene Integrationen vor der Nutzung der neuen Core-REST-Endpunkte und des einheitlichen XML-Wurzelelements prüfen.
  • Für DocuSign mindestens Core 2.25.1 sicherstellen, QUIQQER Sign 1.x installieren, Verbraucher auf quiqqer/sign umstellen und die erneute Autorisierung einplanen.
  • Die webservergestützte Dateiauslieferung vor dem Produktiveinsatz in der jeweiligen Hosting-Umgebung testen.
  • Vorgaben und Dokumentlinks für Produktgarantien auf Markt und Sortiment abstimmen.

Ausblick

QUIQQER 2.34 ist vor allem ein Grundlagen-Release: APIs und Dokumentensignaturen werden systematischer, während mehrere kleine Reibungspunkte im Projektalltag entfallen. Der konkrete Nutzen hängt von den eingesetzten Modulen ab. Sinnvoll ist daher ein gestuftes Update mit gezielten Prüfungen für Integrationen, Signaturen, Dateiauslieferung und Commerce-Daten.


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