Release: QUIQQER 2.28

Zusammenfassung

QUIQQER 2.28 konzentriert die Arbeit dieses Release-Zeitraums auf sicherere Anfrageverarbeitung, klarere Autorisierungsgrenzen und die weitere Modernisierung von Integrationen. Core 2.28.1 validiert zusätzliche AJAX- und Control-Eingaben; AI MCP 1.10.4 und OAuth Server 3.9.2 schärfen die Autorisierung von Tools, Tokens, Issuern und dynamischen Ressourcen; Payment Amazon 3.0.0 vollzieht den Wechsel zu Amazon Pay Checkout v2.

Dieser Bericht basiert auf den verfügbaren Release-Informationen und dient Projektteams zur Orientierung. Einige Änderungen betreffen Datenbankschemata, Zugangsdaten oder Integrationsverträge statt sichtbarer Redaktionsfunktionen. Update-Entscheidungen sollten deshalb die tatsächlich installierten Pakete berücksichtigen und mit repräsentativen Daten in einer Staging-Umgebung geprüft werden.

Was sich geändert hat

Core validiert Anfragen näher am Einstiegspunkt

Core 2.28.1 ergänzt Validierungen für registrierte AJAX-Aufrufe, Eingaben des Request Loaders und dynamische Control-Anfragen. Das Setup verwendet nun den konfigurierten Rechtebenutzer, der Rechtecode erreicht PHPStan-Level 7 und die Cache-Behandlung reagiert robuster auf fehlende Mongo-Testdaten.

In der Praxis wird die Anfrageoberfläche enger und vorhersehbarer. Ungültige Aufrufe sollen früher abgewiesen werden; zugleich folgt rechtekritische Setup-Arbeit dem konfigurierten Konto statt einem impliziten Benutzer.

AI MCP macht die Tool-Autorisierung expliziter

AI MCP 1.10.4 unterstützt langlebige Bearer-Tokens, baut die MCP-Registry vor der Autorisierung auf und veröffentlicht nur die für den aktuellen Benutzer freigegebenen Tools. Zusätzlich werden die JSON-Kodierung des Clients typsicherer sowie die automatische Skill-Erkennung und die Seitengröße der Tool-Ermittlung verbessert.

Damit wird die Reihenfolge zwischen Tool-Ermittlung und Nutzungsfreigabe klarer. Teams mit langfristig laufenden Automatisierungen erhalten ein geeigneteres Token-Modell, sollten aber weiterhin Gültigkeit, Berechtigungen und das Tool-Inventar jedes Servicekontos prüfen.

OAuth Discovery und Token-Verhalten werden konsistenter

OAuth Server 3.9.2 stellt einen kanonischen Pfad für die Issuer Discovery bereit, berücksichtigt unbegrenzte permanente Token-Limits und migriert ältere Spalten für das Token-Ablaufdatum im Setup. Der Zustimmungsdialog bleibt im sichtbaren Bereich, und konfigurierte virtuelle Hosts werden bei dynamischen Ressourcen berücksichtigt.

Für angebundene Clients reduziert das Unklarheiten bei Issuer-Metadaten und permanenten Tokens. Bestehende Installationen sollten besonders die Setup-Migration und die Host-Konfiguration prüfen, da beide Authentifizierungsabläufe außerhalb der CMS-Oberfläche beeinflussen können.

Amazon Pay wechselt zu Checkout v2

Payment Amazon 3.0.0 ersetzt das Zugangsdaten- und Billing-Agreement-Modell von Checkout v1 durch öffentliche und private Checkout-v2-Schlüssel, Checkout Sessions, Charge Permissions, Charges und eine API-basierte Erstattungssynchronisation. Speicherung und Abfragen für Abrechnung, wiederkehrende Zahlungen und Erstattungen werden zugleich auf DBAL-kompatible Strukturen umgestellt.

Dies ist die folgenreichste Integrationsänderung des Releases. Das Modul wird an Amazons aktuelle API angepasst; Projekte benötigen jedoch neue Zugangsdaten und sollten Checkout, wiederkehrende Zahlungen, Belastungen und Erstattungen vollständig testen, bevor sie produktiv umstellen.

Gezielte Verbesserungen für Veröffentlichung und Betrieb

Feed 3.3.1 behandelt ein Feed-Limit von null als unbegrenzt und nimmt Pfadsprachen virtueller Hosts in Google-Sitemaps auf. Bricks 2.31.0 macht das Laden von Bildern im Baustein TextAndImage konfigurierbar und validiert im SimpleContact-Baustein den Seitentyp der Datenschutzerklärung. Utils 2.5.4 ersetzt veraltete DBAL-Aufrufe und behandelt fehlende XML-Tabellen robuster.

ERP 4.0.8 vereinheitlicht Datumsgrenzen in Zeitfiltern; Invoice 2.11.1 bewahrt erzeugte Rechnungsdaten in Demo-Datensätzen. Diese kleineren Änderungen beseitigen praktische Inkonsistenzen in mehrsprachiger Veröffentlichung, redaktioneller Konfiguration, Auswertung und Testumgebungen.

Was das für Projekte bedeutet

  • Core und AI MCP reduzieren Unklarheiten an Anfrage- und Autorisierungsgrenzen; eigene AJAX-Aufrufe, Controls, Servicekonten und freigegebene MCP-Tools sollten geprüft werden.
  • OAuth-Installationen sollten Issuer Discovery, Richtlinien für permanente Tokens, die Migration älterer Ablaufspalten und Hosts dynamischer Ressourcen testen.
  • Amazon Pay 3.0.0 erfordert eine geplante Checkout-v2-Migration und ist kein gewöhnliches Patch-Update.
  • Mehrsprachige Projekte mit Pfadsprachen sollten ihre erzeugten Sitemaps nach dem Feed-Update kontrollieren.

Betriebshinweise

Vor Schema-Migrationen sollte eine aktuelle Sicherung vorliegen. Für Amazon Pay sind Checkout-v2-Zugangsdaten bereitzustellen und Zahlungen, wiederkehrende Abläufe, Belastungen und Erstattungen in der Testumgebung des Anbieters zu prüfen. Bei OAuth und AI MCP sollten Token-Richtlinien und autorisierte Tool-Inventare kontrolliert werden, statt bisherige Standardwerte vorauszusetzen. Für installationsspezifische Anforderungen bleiben die Changelogs der einzelnen Pakete maßgeblich.

Ausblick

QUIQQER 2.28 härtet vor allem technische Grenzen. Die Änderungen verteilen sich auf Core, Authentifizierung, Automatisierung, Zahlungen, Veröffentlichung und Wartung, folgen aber einer gemeinsamen Richtung: Eingaben werden früher geprüft, Autorisierung wird expliziter und ältere Integrationspfade werden weiter auf aktuelle APIs und Datenbankabstraktionen umgestellt.