Release: QUIQQER 2.25

Zusammenfassung

QUIQQER 2.25 bündelt eine umfangreiche Woche an Plattformarbeit. Über 47 Paket-Updates hinweg zeichnen sich vier Schwerpunkte ab: der Übergang zu ERP 4, die fortgesetzte Umstellung des Datenzugriffs auf DBAL, eine strengere Behandlung von Sitzungen und Berechtigungen im Core sowie praktische Verbesserungen in Betriebsmodulen wie Masterlogin, Search, Order und Watcher.

Dieser Bericht basiert auf den verfügbaren Release-Informationen und dient Projektteams zur Orientierung. Mehrere Einträge betreffen interne Verträge oder Migrationen statt sichtbarer Funktionen. Eine Update-Entscheidung sollte deshalb weiterhin vom tatsächlich installierten Paketumfang und von Tests in einer Staging-Umgebung abhängen.

Was sich geändert hat

ERP 4 wird zur gemeinsamen Integrationsbasis

ERP 4.0.5 beschreibt seine Schnittstellen eindeutiger: Artikel-Implementierungen stellen nun Benutzer-, Währungs-, Mehrwertsteuer- und Berechnungsdaten bereit. Native Typen sowie Provider-Implementierungen klären zusätzlich, wie verbundene Module Informationen austauschen. Products, Payment Transactions, Order Cancellation Policy und ERP Accounting Templates ergänzen im selben Release-Zeitraum die Unterstützung für ERP 4.

Der praktische Nutzen liegt in der Konsistenz. Produkt-, Transaktions-, Widerrufs- und Dokumentabläufe richten sich an derselben ERP-Generation aus, statt jeweils eigene Übergänge zu bilden. Das reduziert Unklarheiten bei Integrationen, verlangt aber eine sorgfältige Prüfung projektspezifischer Implementierungen der betroffenen Schnittstellen.

Die DBAL-Migration erreicht geschäftskritische Datenhaltung

Mehrere Module ersetzen weitere ältere Datenbankzugriffe durch DBAL. Products migriert Produktspeicherung und Nummernkreis-Verarbeitung; Payment Transactions aktualisiert Transaktions-Reset und Tabellenanalyse; Order stellt die Persistenz um; Search umfasst Volltextabfragen, Schnellsuche und Seitenbereinigung; Masterlogin migriert seine Speicherung und verknüpft Benutzeradressen über UUIDs.

Diese Änderungen liegen überwiegend unterhalb der redaktionellen Oberfläche, sind aber für Wartbarkeit und vorhersehbares Datenbankverhalten relevant. Da gespeicherte Geschäftsdaten und Wartungsskripte betroffen sind, sollten sie gezielt mit repräsentativen Daten getestet werden.

Core schärft Sitzungen, Ereignisse und Berechtigungen

Core 2.25.2 schützt interne Sitzungsschlüssel vor AJAX-Zugriffen und ergänzt eine eigene Funktion zum Zurücksetzen des Sitzungsbenutzers. Ein neues Ereignis für den Austausch von Medien bietet Erweiterungen einen klaren Reaktionspunkt. Die Unterstützung mehrerer Demo-Datensätze erweitert Einrichtungs- und Testszenarien. Zusätzlich gibt es eine eigene Berechtigung zum Löschen von Stripe-Abonnements.

Zusammen verbessern diese Änderungen die Abgrenzung sensibler Sitzungsdaten, schaffen ein präziseres Signal im Medien-Lebenszyklus und erlauben eine feinere Kontrolle privilegierter Abonnement-Aktionen.

Gezielte Verbesserungen für betriebliche Abläufe

Masterlogin 2.6.0 ergänzt eine Audit-Übersicht, die regelmäßige Bereinigung alter Protokolle, modernisierte Dialoge und ein zurückhaltenderes CSRF-Verhalten ohne Sitzungszugriffe beim Rendern. Watcher migriert Benutzerreferenzen auf UUIDs und prüft AJAX-Parameter. Order Cancellation Policy maskiert dynamische Ausgaben, entfernt doppeltes CAPTCHA-Markup, verwendet die Projektsprache für Anfragemails und ergänzt fehlende Seiteninhalte.

ERP Accounting Templates bietet konfigurierbares CSS, Dokument- und Logostile, Footer-Erweiterungen sowie zusätzliche Layout-Optionen. Teams können erzeugte Dokumente damit gezielter anpassen, ohne jede Änderung als individuellen Eingriff in den Template-Code umzusetzen.

Was das für Projekte bedeutet

  • Projekte mit geplantem ERP-4-Umstieg sollten eigene Artikel-Schnittstellen prüfen und Produkt-, Transaktions-, Widerrufs- und Belegabläufe gemeinsam testen.
  • Installationen mit großen oder langjährig gewachsenen Datenbeständen sollten DBAL-Migrationen mit Sicherungen, Cronjobs, Suchindizes sowie Reset- und Bereinigungsskripten validieren.
  • Masterlogin-Nutzer erhalten eine klarere Auditierbarkeit und Protokollpflege, sollten aber Berechtigungen, Sitzungsverhalten und Aufbewahrungsanforderungen kontrollieren.
  • Für Redaktion und Administration stehen schrittweise Verbesserungen statt einer neu gestalteten Oberfläche im Vordergrund; der größte Nutzen liegt in verlässlicheren Grundlagen und berechenbareren Abläufen.

Betriebshinweise

Payment Transactions setzt nun PHP 8.2 voraus; diese Anforderung gehört vor dem Rollout in die Umgebungsprüfung. Geänderte ERP-Schnittstellen können Anpassungen an projektspezifischen Implementierungen erfordern. Datenbankmigrationen sollten mit repräsentativen Daten getestet werden. In mehrsprachigen Projekten ist außerdem zu prüfen, in welcher Sprache Widerrufsanfragen versendet werden. Vor dem Update empfiehlt sich eine aktuelle Sicherung sowie die Durchsicht der Paket-Changelogs für die tatsächlich installierten Module.

Ausblick

QUIQQER 2.25 ist vor allem ein koordinierendes Release: Geschäfts­module richten sich auf ERP 4 aus, Datenbankzugriffe werden einheitlicher, und Core definiert Sicherheits- und Integrationsgrenzen klarer. Das Ergebnis ist keine einzelne Hauptfunktion, sondern eine konsistentere Basis für die nächste Runde an Projekt- und Modulentwicklung.